Über die Regie
Régie Ottoman, Istanbul

Müşterek-ül Menfaa İnhisarı Duhanı Devlet-i Aliye-i Osmaniye (Gemeinsame Nutzung der Tabakregie des Osmanischen Reiches)

Die Gesellschaft Memalik-i Şahane Duhanları Müşterekül Menfaa Reji (Gemeinsame Nutzungsgesellschaft der Tabakregie der Länder) oder kurz die "Regie" genannt, ist eine nach Zusammenkommen des Osmanischen Reiches, der Staatsschuldverwaltung des Osmanischen Reiches und der drei Bankgruppen, Die Österreichische Kreditanstalt - Wien, Banker S. Bleichröder Berlin und der Bank-ı Osmani-i Şahane - İstanbul unter dem Vertrag vom 27. Mai 1883 mit ausländischem Kapital gegründete private Partnergesellschaft mit Monopolvorrechten im Tabakhandel.

Als das Osmanische Reich erklärte, die im Jahre 1875, während des Krimkrieges enstandenen inländischen und ausländischen Schulden nicht mehr zeitfristig zahlen zu können, reagierten die gläubigen Länder hart gegen das Osmanische Reich und lehnten ihren Zahlungsplan ab. Gläubiger, die das Vertrauen an das Osmansiche Finanzsystem verloren, wollten ihre die im Land gesammelten Steuern über die Staatsschuldverwaltung (Düyun-u Umumiye), die sie selbst gründeten einsammeln. Von nun an sollten die Steuern nicht von Osmansichen Beamten, sondern von Regiebeamten der von den gläubigen Ländern gegründeten Gesellschaft eingesammelt werden..

Als Ergebnis hat des Osmanischen Reich seine wichtigsten Einnahmequellen für Tabak, Salz und Alkoholsteuern der Regiegesellschaft, der gläubigen Länder für 30 Jahren überlassen. Die Regieverwaltung begann die Steuern durch ihre eigenen Beamten und bewaffneten Wachtmeistern einzusammen und von den Schulden des Osmanischen gutzuschreiben.

Die Hersteller im Osmanischen Reich mussten ihre Tabak-, Salz- und Alkoholwaren an die Monopolverwaltung, die auch die Preise bestimmte, abgeben. Der Bauer konnte ohne Erlaubnis der Regie nicht einmal seinen eigenen Tabak bewahren, sondern musste sie zuerst der Regie für 3 Pfennige (Kuruş) verkaufen, dann für 10 Pfennige abkaufen. Die Übertragung des Osmanischen Tabaks und die Regiegesellschaft von dem mit dem Zweck der Direktzahlungen von der öffentlichen Schulden des Osmanischen Reiches durch die Steuern des Volkes gegründete Staatsschuldverwaltung (Düyun-u Umumiye) wird auch als eine interessantes Modell der Privatisierung interpretiert. Die Gründer sind ausländische Kapitalressourcen aus Österreich, Deutschland, Großbritannien und Frankreich, wobei jeder von ihnen einer Gruppe zugehört, die der Rotschild Familie zugehört bzw. Partner der Gruppe ist.

Der erste Regievertrag galt für eine dauer von 30 Jahren. Nach dem Vertrag waren für rechtliche und geschäftliche Auseinandersetzungen mit der Gesellschaft die Gericht des Osmanischen Reiches zuständig.

Die Tabakhersteller waren verpflichtet von der Regie Genehmigungen einzuholen und die Erzugnisse nur der Regie zu verkaufen. Der Hersteller, der keinen anderen Käufer finden konnte, war gezwungen, seinen Tabak sehr billig zu verkaufen. Illegale Produktion und Vertrieb breitete sich aus. Nach der Auflösung der Regiegesellschaft in 1911 wurde für 7 Jahre die Gründung eines "Staatsmonopols" entschieden und im Jahr 1912 das Gesetzkonzept für "Tabakmonop" vorbereitet. Doch als der Tripolis-Krieg und die Balkankriege ausbrachen und finanzielle Schwierigkeiten mit sich brachten, wurde unter der Bedingung, dass die Regieverwaltung dem Osmanischen Reich 1 Million 500 Tausend Osmanische Liras leiht die Privilegrechte ab 1914 für 15 weitere Jahre verlängert.

Am 26. Februar 1925 wurde das Unternehmen für Tabakregie abgeschafft. Am 1. März 1925 wurde die Tabakregie von den Franzosen abgekauft und alle Rechte und Verpflichtungen dem Staat übergangen. Am 26.11.1925 trat das Gesetz über das Monopol der Tabakverwaltung und Zigarettenpapier Nummer 558 in Kraft.